Business

Das Leben ist kein Ponyhof

Im Zeitalter der digitalen Welt merke ich immer wieder bei meinen Kundinnen, in Gesprächen mit Netzwerkerinnen und auch bei mir selbst, dass im Netz der Eindruck erweckt wird, du musst nur 3 Knöpfe drücken, täglich ein Lifestylepost setzen und ganz viel in der Welt rumreisen und schon bis du Millionärin.

Liebe Netzwerker/innen, wenn es so einfach wäre, warum machen es dann nicht alle?
Ob du dann glücklicher bist, als du es jetzt bist, ob du es wirklich brauchst, ist die Frage, die du dir immer wieder stellen solltest.
Im Netz siehst du ja nie die ganze Wahrheit, du kannst nie wirklich hinter die Kulissen schauen, und es gibt halt Dinge zwischen Himmel und Erde, die du nicht ändern kannst.
Ich durfte schon hinter viele Kulissen blicken, ich kann eins und eins zusammen zählen und mache mir oft meine eigenen Gedanken dazu, die ich weder in Kommentaren oder Beiträgen äußern werde.

So werden jeden Tag mehr Hochpreiscoaches ernannt, mehr Menschen an einem Tag zum Topexperten gemacht, mehr Bestsellerautoren produziert, mehr Speaker/-innen geboren und viel heiße Luft herausgeblasen.
Glaubst du echt, dass es langfristig funktioniert?

Ich möchte damit auch nicht sagen, dass es schwer gehen muss, denn wie viel Leichtigkeit du rein bringst, entscheidest du täglich selbst. Ich habe auch nichts gegen „Hochpreiscoaching“, ich bewundere alle Millionäre/-innen, freue mich über die Erfolge meiner Mitmenschen und mache mein eigenes Ding.
Viel mehr möchte ich dich ermuntern, lass dich nicht von so „Schönwetterpostings“ runterziehen, das Wichtigste ist: finde deinen Weg, der genau zu dir, deinem Leben, deiner Persönlichkeit und deinem Business passt. Prüfe und hinterfrage Angebote, ob sie denn wirklich zu dir passen, ob sie nachhaltig sind und für dich umsetzbar oder nach einem Jahr wie eine Seifenblase platzen oder du dabei schon jetzt ein mulmiges Bauchgefühl hast.

Ich möchte dir damit sagen, wir alle sind nur Menschen. Unser Leben besteht aus mehr als Business. Manchmal kommt auch echt das Leben dazwischen. Da helfen auch oft alle Vorsorge und Prävention nicht, doch wir können viel vorab für uns tun, unseren Körper, unser Leben und unsere Gedanken, doch nicht alles lässt sich verhindern. Je nach deiner Lebenssituation kann es ein krankes Kind sein, ein Notfall in der Familie, ein Hund der Betreuung braucht, Eltern die pflegebedürftig sind, Enkelkinder die Betreuung brauchen, ein Todesfall, ein Umzug, der dich stresst, ein Unfall, ein defektes Auto, dein Körper, der dich zu einer Ruhepause zwingt oder was auch immer. Du kennst sicher solche Situationen und ich kenne genügend davon.

In den letzten Jahren habe ich gelernt, in allem eine Chance zu sehen, gerade in so Situationen nachzudenken, wie geht es weiter und vor allem die Ruhe zu bewahren.
Auch mir fällt es nicht immer leicht, vor allem wenn es manchmal sehr „dick“ kommt. Das Leben ist nun Mal kein Ponyhof und keine rosarote Wolke, auf der du täglich weiter schweben kannst. Das Leben aller besteht täglich aus Herausforderungen, die Frage ist nur, wie du damit umgehst. Im Grunde genommen ist es ein immer wieder bergauf und bergab fahren. Ab und zu kommst du an Kreuzungen, wo du entscheiden musst, ob du nach links oder rechts gehst.

Wenn ich so Entscheidungen treffen muss, helfen mir persönlich drei Dinge gut:
Keine übereilten Entscheidungen, bewahre die Ruhe, nimm dich einfach mal raus und betrachte es von außen, als wenn es dich nicht betreffen würde. Lass dein Bauchgefühl und deinen Kopf mitsprechen.
– Und mir hilft Kommunikation. Suche dir dafür Menschen, die vollkommen außen vor und neutral sind. Reden befreit die Seele, und schafft dir wieder einen klaren und neutralen Blick.
– Und einfach Mal die Perspektive wechseln, die Herausforderung als Chance sehen und daraus neue Energie ziehen, um neu Schwung zu holen.
Ich habe als Kind die Luftschaukel geliebt, da geht es auch immer wieder hoch und runter. Das Runter ist nur zum Schwung holen, um noch höher zu kommen. Das Schöne: beim Schaukeln fühlt es sich so leicht an.

Damit möchte ich dir auch sagen, dass es nicht nötig ist, dass wir uns gegenseitig das Leben schwer machen. Akzeptiere doch einfach, dass andere Menschen anders handeln und denken als du. Dabei hilft mir immer ein Spruch meiner Oma „Leben und leben lassen.“ Gemeinsam können wir alle zusammen mehr erreichen. Ich unterstütze dich gern dabei. Was auch immer du auf dem Herzen hast, frage mich gern. Nicht immer werde ich dir helfen können, doch eventuell weiß ich jemanden, der es kann.

Besonders Frauen schaffen es, sich immer wieder gegenseitig das Leben schwer zu machen, sich Steine in den Weg zu legen. Ich frage mich, warum es so ist.
Frauen sind einfach emotionaler und Männer sachlich strategischer. Männer können schwierige Themen offen ausdiskutieren und danach gehen sie zusammen ein Bier trinken. Frauen lassen es so lange kochen, bis irgendwann der Topf überkocht und die Emotionen mit ihnen durch gehen.
Wichtig dabei ist, nimm es nicht persönlich. Betrachte immer die Situation und ziehe dann deine persönlichen Schlüsse. Ich selbst weiß, dass Veränderungen anstrengend sind und wir uns alle davor scheuen. Doch ab und zu sind sie nötig und dann wird alles noch viel besser. Ich bin persönlich bin der Meinung „man“ (Frau auch) kann über alles reden, und Kommunikation ist für mich immer noch der Schlüssel für viele vermeintlichen Missverständnisse und Hindernisse.

Und dabei meine ich wirklich die persönliche Kommunikation, weder per Telefon, noch per soziale Medien oder Zoom Calls. So sehr ich die Medien alle liebe, haben sie einen großen Nachteil, die Hemmschwelle des „sich Mal auskotzen“ ist dadurch sehr niedrig geworden. So würde der- oder diejenige sich nie in einem persönlichen Gespräch verhalten und äußern. Das ist eben auch das Leben. Alles hat Licht und Schatten, doch nach Regen kommt immer wieder Sonnenschein.
Je sichtbarer, bekannter und erfolgreicher du wirst, desto angreifbarer machst du dich. Erst am Montag bei unserem Netzwerkevent in Zürich haben wir darüber gesprochen. Genau das ist der Grund warum sich vor allem viele Frauen nicht trauen, sichtbar zu sein, in sozialen Medien nicht mitreden, ihre persönliche Meinung sagen, weil dann irgendeiner/e daher kommt und gleich „mit dem Holzhammer draufschlägt“, obwohl er/sie weder die Situation noch die Person kennt. Ich möchte euch ermutigen macht euch dennoch sichtbar, lernt einfach damit umzugehen und trennt euch davon, „von allen immer geliebt zu werden.“

Und was auch immer passiert, sei ehrlich zu dir. So weh es im ersten Moment manchmal tut, doch es gibt schlimmeres. Das Allerwichtigste ist doch, so abgedroschen wie es auch klingt, unsere ganz persönliche Gesundheit, Liebe und Freude. Oft haben wir vergessen, uns an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen, wir schätzen nicht mehr, was wir schon haben, sondern es geht immer nur noch um höher, schneller, weiter.

Und zum Schluss noch ein Sahneschnittchen. Egal was wie wann wo und auf welchem Weg auch immer in dein Leben rollt, gut vernetzt zu sein, hat immer Vorteile. Dein ganz persönliches Netzwerk kann dir keiner nehmen, deine echten Freunde, Fans und Follower bleiben dir immer treu. Bei einem Vortrag in Erfurt habe ich mal ein schönes Beispiel gehört, was sich bei mir sehr eingeprägt hat: „Wenn ein Fußballverein in der ersten Liga spielt und irgendwann absteigt, in welche Liga auch immer, die echten Fans, bleiben ihm immer treu und geben ihm Energie und Mut, wieder aufzusteigen.“ Wahre Liebe vergeht halt nie, und wenn sie vergeht, war sie es nicht

Genauso ist es bei Erfolgen. Feiere mit deinen Fans, Freunden und Partnern deren und deine Erfolge.
Bau auch du dir echte Fans auf, die dir Vertrauen schenken und mit dir durch dick und dünn gehen. Sag ich doch: „Netzwerken macht das Leben leichter und zwar in allen Lebenslagen.

In diesem Sinne wünsche ich dir und deinen Lieben frohe Osterfeiertage. Genieße die gemeinsame Zeit und die kleinen und großen Freuden im Leben.

Sonnige Grüße deine Petra

Ein Gedanke zu „Das Leben ist kein Ponyhof

  1. Ich, Carmen Milhous-Arendt bin bildende Künstlerin und wohne in Holland auf der schönen Halbinsel Zeeland. Ich höre immer wieder gerne von Dir, liebe Petra. Ich war auch in Düsseldorf auf Deinem Kongress. Von Vernetzung verstehe ich immer noch nicht viel, bin mir aber bewusst, wie wichtig es ist. In jedem Fall kann ich schon viel von Dir lernen. Einen wunderschönen farbenfrohen Tag und liebe Grüsse, Carmen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sign up to our newsletter!