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Braucht Sichtbarkeit Mut?

Diese Frage würde ich in einem Wort auf jeden Fall mit „JA“ beantworten, doch ich denke es wäre zu einfach.
In diesem Beitrag möchte ich dir gern in 3 Stufen erklären, warum und wie du für dich damit umgehen kannst.

Sichtbar werden

Ich denke, das ist für viele die größte Hürde, denn wenn es so einfach wäre, würde es in sozialen Medien viel mehr Kommentare geben, wären mehr Frauen auf den Bühnen, in Führungspositionen und auch, passend zum Wahlsonntag gestern, mehr Frauen in der Politik.

Sichtbar zu sein heißt auch, eine Meinung zu vertreten, sich mit seiner Persönlichkeit zu zeigen und sich angreifbar zu machen. Der erste Schritt ist bekanntlich immer der schwerste, doch ich möchte dich ermutigen: tu es, es lohnt sich. Denn was nützt es, wenn du gut bist, und dich keiner kennt. Es wäre so schade, wenn die Menschen nicht von dir und einer Vision erfahren.

Wie schaffst du nun für dich den ersten Schritt?

Finde für dich den passenden Raum. Damit meine ich sowohl online als auch offline den passenden Raum. Das können kleine geschlossene Gruppen sein, das kann ein geschützter Raum für deinen ersten Vortrag sein und vor allem ist es wichtig, dass du dafür Regeln erstellst. Zum Beispiel wie und wann darf Feedback gegeben werden, ist Feedback überhaupt von dir erwünscht, wenn ja öffentlich oder individuell persönlich.

Fang einfach mit kleinen Schritten an, bleib dabei authentisch und finde deinen ganz persönlichen Weg. Für den einen kann es heißen, Vorträge vor großem Publikum zu halten – was ich persönlich einfacher finde, da es nicht so nah dran ist – für den anderen ist es am Anfang ein ganz kleiner Rahmen.

Ähnlich sind Kommentare in sozialen Medien. Taste dich langsam ran, trau dich, deine Meinung kund zu tun. Du musst ja nicht gleich auf Elefanten schießen, fang einfach mit den Mücken an.
Schreib lieber mal nichts dazu, wenn du dir nicht sicher bist, doch trau dich mit kleinen Aktionen, dass man auch dich wahr nimmt. Trage mit eigenen Beiträgen dein Thema in die Welt, von dem du überzeugt bist und akzeptiere auch andere Meinungen. Akzeptanz ist sehr wichtig, im gesamten Business. Es müssen nicht alle rote BMW’s fahren oder gelbe Kleider tragen. Akzeptiere das Anders-Sein der Anderen und finde auch du deinen Weg, denn nur wenn du anders als andere lebst, wirst du wahr genommen werden.

Wenn du dich beispielsweise mit Webinaren noch sichtbarer machen möchtest, dann kommt noch die Technikkomponente dazu. Und bekanntlich haben wir die Technik nicht immer im Griff. Hier heißt es auf jeden Fall: Übung macht den Meister. Habe nicht den Anspruch auf Perfektionismus.

In sozialen Medien ist es auch wichtig, dass du dich mit der Technik und den unterschiedlichen Gegebenheiten der Plattform vertraut machst, es ist so ähnlich wie mit dem Führerschein fürs Autofahren.

Aus Erfahrungen fällt introvertierten Menschen dieser Schritt schwerer. Extrovertierte machen sich da nicht so einen Kopf, sie machen einfach ohne darüber nachzudenken, was passieren könnte. Perfektionismus kommt noch als weiteres Kriterium dazu. Wenn du es erst perfekt haben möchtest, wird es nie soweit kommen. Ein Beispiel sind Webseiten, sie werden nie fertig, sie werden nie perfekt sein.

Ganz wichtig ist, habe immer dein Ziel und deine Vision vor Augen, denn sie wird dich leiten, dass du auch diesen Schritt schaffst. Frage dich immer wieder: „Zahlt das, was ich jetzt gerade tue auf mein Ziel, meine Vision ein?“ Oder „Was ist mein nächster Schritt, um meine Ziele zu erreichen und meine Visionen zu leben?“
Wenn dann für die Antwort ist: „Sichtbarkeit“, dann wirst du dich viel leichter tun, denn du weißt WARUM du es tust. Kenne dein WARUM ist unser Treiber für alles was wir tun oder nicht. In meinem Beitrag „Warum du dein Warum brauchst“ kannst du noch mehr dazu erfahren.

JA, sichtbar werden braucht MUT.

Sichtbar bleiben

Ich nenne das „Gesehen und gesehen werden“ oder „Einfach immer wieder über den roten Teppich laufen“. Einmal ist kein Mal. Wenn du mal sichtbar bist, bringt dich das noch nicht weiter. Es braucht Regelmäßigkeit, Kontinuität und deine ganz persönliche Strategie. Ich persönlich bin ein Fan von vielen kleinen Puzzlesteinen und liebe Strategie mit einer gewissen Spontanität.
Meine Strategie dafür habe ich im Kopf, deshalb gibt es bei mir für Social Media auch keinen Redaktionsplan, denn wir leben in der Zeit der Echtzeitkommunikation, und es interessiert niemanden mehr „der Schnee von gestern.“

Doch auch hier gibt es nicht die Regel. Finde deinen Rhythmus für deine regelmäßige Sichtbarkeit. Was du eventuell bei mir meinst, es ist zu viel, kann ich bei dir meinen es ist zu wenig. Auch hier gilt wieder akzeptiere, dass es andere anders als andere machen. Wichtig ist, dass du mit deiner Strategie, deiner Authentizität deinen Weg findest.

Wie kann es aussehen?

Geh einmal die Woche persönlich zu einem Event, der für dich passt, und mach dich somit persönlich sichtbar.

In Social Media finde deine Lieblingskanäle und zeige dich dort einmal täglich, was übrigens wenig ist, doch für den Introvertierten durch aus ausreichen kann.

Nimm dir Zeit für Presse- und Medienarbeit, pflege deine Kontakte auch in dem du telefonierst, was heute viele völlig vernachlässigen.

Mach einfach Kontaktpflege, so wie du es auch mit deiner besten Freundin machen würdest, was auf jeden Fall für jeden anders sein kann.

Ich denke sichtbar bleiben, braucht nicht so viel Mut, doch Disziplin, Ausdauer, Kontinuität und Fleiß.

Sichtbarkeit aushalten

Desto sichtbarer du bist, desto mehr du in der Öffentlichkeit stehst, desto mehr du deine Meinung vertrittst, deinen Weg gefunden hast und dein Ding machst, desto mehr bis du natürlich angreifbar.

Das ist übrigens der Hauptgrund, warum viele Menschen nicht sichtbar sein möchten, sich zurückhalten, und auch ihre Meinung nicht öffentlich kundgeben.

Soziale Medien haben sehr viele Vorteile, doch auch genau so viele Nachteile. Seit Jahren halte ich Vorträge zum Thema: „Social Media Chance und Risiko“, dessen solltest du dir einfach bewusst sein, und dir vorab Gedanken machen, wie du damit umgehst, wenn du Mal angegriffen wirst. Welche Strategie dann die richtige ist, hängt sehr viel von dir, der Situation und dem Thema ab. Aus dem Grund kann ich dir dafür keine einheitliche Antwort geben. Solltest du jemals in so einer Situation sein, kann ich auf jeden Fall eine Ansprechpartnerin für dich sein.

Was kannst du vorab tun?

Baue dir eine Fangemeinde auf, damit meine ich einen kleinen Kreis echter Fans, die mit dir durch „dick und dünn“ gehen. Ich habe dazu vor 4 Jahren Mal einen Vortrag von Gregor Daschmann zum Thema „Das Fanprinzip“ gehört und das Buch gelesen. Echte Fans sind dir immer treu. Aus meinen Erfahrungen teilt sich dein Umfeld in 3 Gruppen 33 Prozent Gegner, 33 Prozent Mitläufer und 34 Prozent echte Fans. In dieser Situation und immer in deinem Leben zählen nur die 34 Prozent, dazu ist es wichtig, dass du diese immer hegst und pflegst und auch du für sie immer da bist.

Handele immer überlegt, greife selbst niemanden an und nimm in diesen Situationen deine Emotionen raus.

Ja, Sichtbarkeit aushalten, wenn es mal nicht so läuft, brauch ganz viel MUT, doch du schaffst es.

Wenn du für dich Klarheit hast

  • wer du bist
  • wer deine Fans sind
  • was dein Ziel ist
  • welche Vision du verfolgst

wirst du dich in jeder Situation der Sichtbarkeit leichter tun. Ich lade dich ein, trau dich, dich noch sichtbarer zu machen, denn die Chancen werden überwiegen. Nutze du diese Chance für dich, dein Business und deinen Erfolg.

Wenn du Fragen hast, schreib mir gern eine E-Mail.

Die besten Grüße zum Wochenstart sendet dir deine Petra.

3 Gedanken zu „Braucht Sichtbarkeit Mut?

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