Networking

Netzwerkerinnen im Interview Folge 5

Regelmäßig werden in dieser Rubrik interessante Netzwerkerinnen Rede und Antwort stehen. Heute habe ich für dich Doris Reimann und Kristin Scheerhorn interviewt.
Hier erfährst du, wie andere Netzwerkerinnen netzwerken. Gern interviewe ich auch dich. Meld dich dazu einfach bei mir.

Interview mit Doris Reimann

Was bringen dir deine Online-und Offline-Netzwerkaktivitäten?

Netzwerken ist ein sehr weiter Begriff. Für mich ist es zum einen Beziehungspflege, zum anderen eine sehr persönliche Form des Marketings. Beziehungspflege bedeutet für mich, dass ich mich dafür interessiere, was meine Klientinnen, Geschäftspartner und Kooperationspartner aktuell machen. Das verfolge ich unter anderem auf den verschiedenen Social-Media-Kanälen.
Ich verstehe Networking in drei Richtungen:

  • Ich weiß, was bei meinen Kontakten aktuell vorgeht und womit sie sich beschäftigen, was sie suchen, woran sie arbeiten und wobei sie Unterstützung (u.a. in Form von Empfehlungen) benötigen.
  • Meine Kontakte wissen dasselbe von mir.
  • Ich kann unter meinen Kontakten Empfehlungen aussprechen und tue das sehr gern und meistens ungefragt. Dadurch bringe ich Leute aus meinem Netzwerk zusammen, die sich sonst nie gefunden hätten. Oft entsteht daraus ebenfalls eine andauernde Verbindung.

Netzwerken als Marketing bedeutet für mich, dass ich den Kreis meiner Kontakte erweitere und dadurch auch mich, mein Unternehmen, mein Angebot und alles, wofür ich stehe,bekannter mache.

Wo und wie netzwerkst du? Wie planst du das Netzwerken in deinen Alltag ein?

Netzwerken ist ein fester Bestandteil meines Tages. Dazu blocke ich mir nicht unbedingt Zeiten in meinem Kalender. Ich gehe auch nicht streng nach Plan vor. Wenn ich Zeit und Lust habe, dann schreibe ich jemanden an. Das kann sein, weil ich gerade jemanden am Telefon hatte, für den ich eine Empfehlung ausspreche, oder weil ich gerade an jemanden denke, von dem ich schon lange nichts mehr gehört habe. Netzwerken ist natürlich im Business unerlässlich. Mir ist aber wichtig, dass ich Freude daran habe.

Meine Netzwerkaktivitäten finden sowohl online als auch offline statt.

Offline bin ich sehr stark im Unternehmerinnen-Netzwerk der Stadt Brandenburg an der Havel eingebunden. Hier bin ich im Organisationsteam und bereite mit anderen Unternehmerinnen Veranstaltungen für unser Netzwerk vor.

Darüber hinaus habe ich verschiedene berufliche Netzwerke, u.a. eine kleine Gruppe von Steuerberatern und Mediatoren, die sich einmal jährlich zu einer Fortbildung trifft. Diese Treffen finden bereits seit 2010 statt und werden immer reihum von einem Mitglied organisiert. Auf diese Weise kommen wir in ganz Deutschland zusammen und verbinden das Berufliche mit dem Privaten auf einzigartige Art und Weise. Diese Treffen mag ich besonders gern, da wir wie eine kleine Familie geworden sind.

Von daher sind mir nicht die Massen an Kontakten wichtig, sondern die Qualität des Kontakts. Mein Credo „Weniger ist mehr“ lässt sich auch aufs Netzwerken ganz wunderbar beziehen. Ich bin fest davon überzeugt, dass in unserer hektischen, digitalen Zeit voller Überfluss der Fokus auf Individualität und Intensität eine Renaissance erfahren wird. In den letzten Jahren habe ich mir online ein sehr wertvolles Netzwerk an Unternehmerinnen aufgebaut, die im In-und Ausland leben und arbeiten. Ein großer Teil dieses Netzwerkes ist englischsprachig. Das ist ehrlich gesagt ein absoluter Pluspunkt für mich, weil ich es liebe, mich auf Englisch auszutauschen.

Auf diese Weise habe ich u.a. meinen Business-Buddy, die gleichzeitig meine Geschäftspartnerin ist, kennengelernt. Sie stammt zwar aus Österreich, aber seit Jahren lebt sie in den USA.

Wie viel Zeit investierst du?

Ich netzwerke täglich. Dafür habe ich mir jedoch weder feste Zeiten noch Zeitvorgaben pro Woche eingeplant.
Manchmal ist Netzwerken einfach nur, auf Posts von meinen Kontakten auf Facebook, Instagram, Linkedin& Co. in Form von Likes und Kommentaren zu reagieren. Es kann aber auch bedeuten, dass ich zum Telefon greife oder ganz oldschool eine Postkarte schreibe.
Und natürlich bedeutet Networking auch, dass ich an Treffen meiner Netzwerke teilnehme. Mein liebstes Netzwerk ist natürlich das in meiner Heimatstadt. Hier lasse ich fast kein Treffen aus und gestalte das Netzwerk sehr aktiv mit. Auf diese Weise habe ich natürlich auch Kontakt zu wichtigen Akteuren unserer Stadt wie zur Hochschule, zur Stadtverwaltung oder zum Gründungsdienst. An Netzwerktreffen außerhalb von Brandenburg an der Havel nehme ich selten teil, da mir die Fahrzeit (zum Beispiel 2 Stunden Hin-und Rückweg nach Berlin, Potsdam oder Magdeburg) zu viel sind.

Was sind deine drei wichtigsten Tipps, dass Netzwerkaktivitäten fruchten?

  1. Erwarte keine sofortigen Ergebnisse im Sinne von neuen Kunden oder Empfehlungen.
  2. Mach Netzwerkaktivitäten zu deinem täglichen Ritual.
  3. Vergiss nicht das Follow-up. Das kann in Form einer zugesagten Information, eines Links, eines wertvollen Beitrags aus einer (Fach-)Zeitschrift, einer Weitergabe von Kontaktdaten etc. sein.

Zu welchem Thema bloggst du?

Leadership, Unternehmensführung, Veränderungsprozesse und Innovationen, Mitarbeiterführung für Unternehmerinnen mit akademischem Background

Welchen Blogbeitrag dürfen wir meinen Lesern empfehlen?

Die 3 Goldenen Regeln für eine herausragende und erfolgreiche freiberufliche Praxis
https://dorisreimann.com/2019/10/30/3-goldene-regeln

Lieben Dank Doris und weiterhin viel Erfolg für deine Netzwerkaktivitäten.


Neueste Beiträge im Blog


Interview mit Kristin Scheerhorn

Heute habe ich für dich Kristin Scheerhorn im Interview.

Liebe Kristin, Du bist auch eine aktive Netzwerkerin, wo und wie netzwerkst du?

Ich netzwerke auf allen Kanälen: Wenn ich im Zug sitze, ergeben sich interessante Kontakte. Auf Veranstaltungen komme ich schnell ins Gespräch mit Menschen, denen ich meine Unterstützung und auch mein Netzwerk anbiete. Ebenso nutze ich Social Media, um ins Gespräch zu kommen, biete dann relativ schnell an, miteinander zu telefonieren.

Wie planst du Networking in deinen Alltag ein und wie viel Zeit investierst du je Woche?

Ich plane derzeit 2 Direktkontakte pro Woche ein. Für diese nehme ich mir dann im ersten Schritt jeweils 30 min Zeit. Ergibt sich daraus etwas Vielversprechendes, plane ich möglichst schnell einen Folgetermin, in dem es konkret wird.

Was war bisher dein größtes Erfolgserlebnis aus deinen Netzwerkaktivitäten?

Bei einem Design Thinking Workshop habe ich einen Start Up Unternehmer kennengelernt und ihm ein paar Kontakte vermittelt, um sein Business voranzutreiben. Jetzt wächst das Start -Up und benötigt Unterstützung im Wachstum (Organisations- und Personalentwicklung). Jetzt ist es mein Kunde.

Welche 3 Tipps möchtest du meinen Leser/innen mit auf den Weg geben?

  1. Ich frage immer zuerst: Was kann ich für Dich tun?
  2. Wenn Du etwas zusagst, dann tue es auch!
  3. Es ist genug für uns alle da, also teile großzügig!

Du bist auch Bloggerin, zu welchem Thema bloggst du?

Ich blogge zu den Themen Change und Digitale Transformation
https://kristin-scheerhorn.com/kristins-blog/

Lieben Dank Kristin und weiterhin viel Erfolg für deine Netzwerkaktivitäten.

Allen Leserinnen wünsche ich viel Spaß und Erfolg beim Netzworking. Und wenn du auch etwas zum Netzwerken zu sagen hast und ein Interview möchtest, dann melde dich gern bei mir unter info@petrapolk.com

Wenn dir der Beitrag gefallen hat oder ein anderer in meinem Blog, dann teile ihn. Denn Teilen macht glücklich und bringt dir Empfehlungen.

Beste Grüße senden dir

Doris, Kristin und Petra

Beitragsbild von rawpixel auf Pixabay

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